Musical „Home Office“ (Musical-Komödie)

Komponiert 2011/12
Text: Claudius Lüthi
Auftragswerk der Kantonsschule Enge, Zürich
Dauer ca. 120’
Uraufführung März 2012

Zeit und Ort:

Das Stück spielt im Jetzt des frühen 21. Jahrhunderts zu Hause am Schreibtisch eines Computer-USER, der einzigen realen Person, wo er sich mit verschiedenen personifizierten Programm und Internetfiguren umgeben sieht, die alle nur sein Bestes wollen.

Personen:

  • USER, Solo-Rolle für Bariton
  • ANITA VIRA, das Antiviren-Programm, Solo-Rolle für Mezzosopran
  • GOGOL, Solo-Rolle für Sopran
  • FARCELOOK
  • YOUTOOTH, Youtube
  • AMAZONE, der Shop
  • TIKIPEDIA, Wikipedia
  • TROJANER
  • WEITBLICK, das E-Mail-Programm
  • WINDROSE, das Betriebssystem
  • DEED, das Schreibprogramm (Kind von Windrose)
  • FINDER, der Sucher und Finder (Kind von Windrose)
  • ADELE REEDER, das Anzeigeprogramm für Dokumente
  • MAGELAN, der Browser
  • ANONYME
  • KANICHENZÜCHTERIN

Handlung:

Die Hauptperson, ein moderner Mensch, besitzt einen Computer mit installierten Programmen, die ihn bei seiner alltäglichen Arbeit unterstützen. Der Mensch befehligt die Programme wie ein Chef seine Angestellten in einer kleinen Firma. Während sich die einen Mitarbeitenden fürsorglich (Virenschutz) oder hip und dynamisch (Freeware) aufführen, geben sich andere seriös und unterkühlt (Rechenprogramme) bis rechthaberisch (Korrekturprogramm). Als eines Tages das Virenprogramm nicht mehr mitarbeiten will, weil das Abonnement abgelaufen ist, verzichtet der Mensch auf eine Erneuerung des Abos und sucht Rat im Internet, das ihm ebenfalls in Gestalt von verschiedenen Personifikationen entgegentritt. Da gibt es vertraute, unbekannte, anonyme und skurrile Figuren, die widersprüchliche Meinungen und verschiedene Ziele verfolgen. Bevor sich der User durch den Dschungel von Meinungen gekämpft hat, nistet sich schon ein Virus bei ihm ein und stellt die ganze Firma auf den Kopf. Zwar kann der Nutzer das Virus vertreiben und die Ordnung wieder herstellen, doch fürchtet er, bei einem nächsten Virenangriff sämtliche Daten zu verlieren. Um alle seine Daten sicher zu lagern, beginnt er in einem wilden Tanz alle seine Dokumente und Dateien ins Internet hochzuladen. Freundlich empfangen die Internetfiguren alle Datenpakete und ermuntern die Hauptperson, immer mehr Daten ihnen zu übergeben. Glücklich über die erreichte Sicherheit, geniesst die Hauptperson nun die Vorzüge seiner dezentral im Internet gespeicherten Daten. Alles ist kostenlos, jederzeit verfügbar und die netten Internetfiguren liefern automatisch nur noch diejenigen Informationen, die zu seinem Profil passen. Was aber genau im Internet mit seinen Daten passiert, bleibt dem User verborgen und ohne es zu merken, geht er den Weg der vollständigen Digitalisierung heiter weiter und weiter und weiter...

Galerie

Fotos by Andreas Haag & Andreas Zihler